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...und der Heiermann

Omo...und die Bühnenpremiere

Selbst gestrickte Autogrammkarte

Ein paar Mitstreiter waren schnell gefunden. Karstens Keller wurde zur Freude seiner Eltern mit Eierkartons verkleidet. Und wir unterhielten alle Bewohner der Weichselstraße in F'groden tagtäglich mit "Tutti Frutti", "Sweets for my Sweet" und "Twist and Shout".

Wir nannten uns the volcanoes und hatten natürlich auch schon eine Autogrammkarte (siehe Foto). Reinhard wollte Schlagzeug spielen, hatte aber kein Geld, sich entsprechendes Equipment zuzulegen. Glücklicherweise wuschen unsere Mütter mit Omo, das damals in runden Papptrommeln zu kaufen war. Diese, mit Plastikfolie bespannt (ich meine natürlich die Trommeln), mussten seinen Drumversuchen standhalten.

Erwähnt sei noch, dass Achim schon eine elektrische Gitarre hatte (Framus Gold mit Orgel-Effekt) und wir uns davon überzeugen konnten, dass es doch nicht mehrere Sekunden dauerte, bis die angeschlagenen Töne aus dem Verstärker heraus kamen. Dieses Gerücht hatte sich in unseren Gehirnen festgesetzt, und wir hatten schon überlegt, wie schwer es sein musste, immer etwas früher zu spielen, als es eigentlich erforderlich war...

Nun ja, das Problem war damit dann auch erledigt.


Die Premiere

Am 25. Oktober 1964 war es dann soweit. Wir wagten uns ganz mutig in die Elisenlust zum Jugendball, wo damals die Beach Runners spielten. Wir wussten, die machen so gegen halb sieben Pause. Ganz cool gefragt, ob wir mal zwischendurch spielen dürften. Man ließ uns.

Da Reinhard vom strengen Vater keinen Ausgang bekommen hatte, half uns Clemens von den pipe-smoking-four am Schlagzeug aus. Das Publikum stand auf der Tanzfläche und konnte mit unserer tollen Leistung nicht so richtig etwas anfangen. Man aß Pommes, lachte sich scheckig, unterhielt sich und war merklich erleichtert, als die Pause vorbei war.

Casablanca/Elisenlust

Das Foto rechts zeigt die Elisenlust, die heute eine Disco ist und Casablanca heißt, ab und an allerdings doch noch für Livemucke herhalten muss.


Überhaupt nicht entmutigt, zogen wir ein paar Straßen weiter zur Nordseestation und füllten dort die Pause der outsiders mit unseren Künsten. Der Erfolg unterschied sich kaum von dem in der Elisenlust.

Ein paar Sonntage opferten wir dann noch - nun ja schon routiniert - um als Pausenfüller in den genannten Lokalitäten aufzutreten.

Nordseestation

Das Foto rechts zeigt die Nordseestation heute.